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LEITLINIEN DER HARAMBEE KWA WATOTO PATENSCHAFTEN

Der gemeinnützige Verein Harambee Kwa Watoto - Gemeinsam für Kinder e.V. fördert und betreut Schülerinnen und Schüler an den folgenden Schulen in Nairobi, Kenia:

Kwa Watoto Primary School (Kindergarten, Vorschule, Klassen 1 bis 8)
Kwa Watoto Secondary School Soweto (Klassen 9 bis 12)

Diese Schulen werden von dem Verein in erster Linie durch die Vermittlung von Schulpatenschaften unterstützt sowie durch gelegentliche Projektspenden.
Nach dem kenianischen Schulsystem sieht die Primary School Ausbildung 8 Schuljahre vor, vorgeschaltet ist eine freiwillige Kindergartenzeit von 2 Jahren und ein weiteres Jahr in der Vorschule. Die sich an die Primary School anschließende Secondary School Ausbildung besteht aus 4 Schuljahren. Während dieses Zeitraumes kann ein Pate sein Patenkind begleiten, solange es auf eine der zwei genannten Schulen geht. Im optimalen Fall können Patenschaften viele Jahre dauern und es kann ein guter persönlicher Kontakt zwischen Pate und Patenkind aufgebaut werden.

Patenschaften für Schüler der Kwa Watoto Primary School
Es werden Patenschaften vermittelt für Schüler, deren Alter in der Regel zwischen 3 und 15 Jahren liegt. Der Patenschaftsbeitrag liegt zur Zeit bei monatlich 8,- Euro pro Kind. Dieser Beitrag ist entweder monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich im Voraus zu überweisen.
Ein Kind kann solange unterstützt werden, wie es auf die betreffende Primary School geht. Verlässt ein Patenkind diese Schule, so kann der Pate auf Wunsch die Patenschaft für ein Ersatz-Patenkind übernehmen. Es ist auch möglich, die Primary School Patenschaft in eine Secondary School Patenschaft umzuwandeln, sofern nach dem erfolgreichen Abschluss der Kwa Watoto Primary School die Kwa Watoto Secondary School in Soweto besucht wird.

Patenschaften für Schüler der Kwa Watoto Secondary School in Soweto
Es werden Patenschaften vermittelt für Schüler, deren Alter in der Regel zwischen 15 und 20 Jahren liegt. Der Patenschaftsbeitrag liegt zur Zeit bei monatlich 16,- Euro pro Kind und ist monatlich zu überweisen. Ein Kind kann solange unterstützt werden, wie es auf die betreffende Secondary School geht. Verlässt ein Patenkind die Schule, so kann der Pate auf Wunsch die Patenschaft für ein Ersatz-Patenkind übernehmen.

Wie sieht die Mittelverwendung aus?
Die Gelder des Vereins werden von dem Schulleiter ausschließlich für die Belange seiner Schulen verwendet. Insbesondere sind dies Lehrergehälter, Miete für Schulräume sowie die Beschaffung von Schulmaterial. Auf diese Weise profitiert nicht nur das einzelne Patenkind, sondern vielmehr die Gemeinschaft der Schüler von den Patenschaftsgeldern und Projektspenden. Die Gehälter für Secondary School Lehrer sind erheblich höher als die für Primary School Lehrer. Dies ist der Hauptgrund für den höheren Patenschaftsbeitrag für Secondary School Patenschaften. Der Schulleiter ist bestrebt, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Patenschaftsbeiträge werden möglichst kostengünstig an den Schulleiter in Nairobi weitergeleitet. Die Patenschaftsbeträge sind zum jeweils vereinbarten Termin von den Paten an den Kassenwart des Vereins zu überweisen. Alle Mitglieder des Vereins arbeiten ehrenamtlich. Über die Mittelverwendung gibt der Schulleiter dem Vorstand des Vereins durch monatliche Nachweise detailliert Auskunft. Er ist bereit, dem Vorstand des Vereins bei einem Besuch in Kenia alle Belege zu zeigen und zu erläutern.

Wer wählt das Patenkind aus?
Der Schulleiter bestimmt selbst, welche seiner Schüler Patenkinder werden sollen. Die Bedürftigkeit dieser Schüler ist in jedem Fall gegeben, da es sich bei den unterstützten Schulen um informelle Slum-Schulen handelt. Alle Schüler können das Geld für Schulgebühren, Schuluniformen oder Schulmaterial nur schwer oder gar nicht aufbringen. Die Familienverhältnisse sind desolat, viele Kinder wachsen ohne Eltern auf und ihr tägliches Essen oder auch ihre Unterkunft ist oft nicht gesichert.

Wer betreut die Patenkinder?
Der Schulleiter stellt sicher, dass die Patenkinder regelmäßig am Schulunterricht teilnehmen. Informationen zu Auffälligkeiten, Änderung der Lebensbedingungen oder Notlagen erhalten wir in der Regel von unserem Schulleiter per e-mail und geben diese an die Paten weiter. Sofern ein Pate helfen möchte, können wir gemeinsam mit dem Schulleiter eine Lösung finden.

Wie häufig schreiben Patenkinder?
Paten erhalten dreimal jährlich Zeugnisse ihrer Patenkinder und können sich somit vom Fortschritt ihres Patenkindes überzeugen. Die Patenkinder schreiben ihren Paten mindestens dreimal jährlich. Das Schreibverhalten der Patenkinder hängt insbesondere vom Alter ab. Die Praxis zeigt, dass viele Patenkinder gerne häufiger an ihre Paten schreiben oder auch Bilder malen. Dies ist ohne weiteres möglich. Wir bitten hierfür gelegentlich um einen geringen Portozuschuss, mit dem die zusätzlichen Portokosten des Schulleiters abgedeckt werden. Das Porto für drei Briefe pro Jahr ist in den Patenschaftsbeiträgen bereits enthalten. Für die Häufigkeit der über diese drei jährlichen Pflichtbriefe hinaus gibt es keine Grenzen, jedoch auch keine Garantie. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, sein Patenkind bei entsprechender Vorankündigung direkt in Nairobi zu besuchen.

Wie bekommt das Patenkind die Briefe des Paten?
Paten senden ihre Briefe direkt an die entsprechende Schuladresse (Postfach) in Nairobi. Bitte denkt hier daran, dass Eure eigene Adresse nur auf dem Umschlag, nicht aber auch in dem Brief selbst steht. Ein direkter Kontakt über e-mails ist aus verschiedenen Gründen nicht erwünscht und erlaubt. Der Schulleiter verteilt die Briefe an die Patenkinder. Das Versenden von größeren Umschlägen (Maxibriefe) ist nur möglich, sofern ausschließlich Schulmaterial oder Bücher versendet werden. Alles andere unterliegt hohen kenianischen Zollgebühren, die der Schulleiter selbstverständlich nicht zahlen kann. Das Versenden von Süßigkeiten und anderen Lebensmitteln ist ebenfalls nicht möglich. Außerdem darf den Patenkindern kein Geld direkt geschickt werden - sollte dieses bekannt werden, liegt ein Kündigungsgrund für die Patenschaft vor. Der Verein verfügt über mehrere Möglichkeiten, in Nairobi vor Ort für die Patenkinder und Schulen einzukaufen. Im Forum finden regelmäßig Sammelbestellungen statt, an denen sich jeder, der mag, beteiligen kann.

Wie kann man sich über die Patenschaft hinaus für das Patenkind und die Schule engagieren?
Jedes Patenkind hat, abhängig von seinen jeweiligen Lebensumständen, dringende Bedürfnisse. In erster Linie sind dies Dinge, die mit seiner Schulausbildung zu tun haben. Es fehlt an einer Schuluniform, Schuhen und Schulmaterial. Grundsätzlich wünschenswert (aber natürlich keine Pflicht!) ist es, wenn die Paten die Prüfungsgebühren am Ende der 8. Klasse in Höhe von umgerechnet 12,- Euro übernehmen würden, um so ihrem Patenkind die Teilnahme am KCPE (Abschlussexamen der Primary School) zu ermöglichen. Gleiches ist auch für die erheblich höheren Kosten für das KCSE (Abschlussexamen der Secondary School) in Höhe von derzeit rund 80 Euro wünschenswert - hier besteht ebenfalls keine Pflicht. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich über den regulären Patenschaftsbeitrag hinaus in kleineren Projekten, über die der Verein auf seiner Homepage und im Forum berichtet, zu engagieren.

Wie kann man eine Patenschaft kündigen?
Natürlich ist eine möglichst lange finanzielle Unterstützung und somit Förderdauer für ein Patenkind und seine Schule wünschenswert. Sollte es dennoch der Wunsch des Paten sein, kann er eine Patenschaft jederzeit kündigen. Die Kündigung tritt dann jeweils zum 1. eines übernächsten Monats in Kraft. Bereits gezahlte Patenschaftsbeiträge sind bereits an unsere Schulen in Nairobi weitergeleitet worden und können daher nicht zurückerstattet werden.

Wann wird eine Patenschaft von Seiten des Vereins beendet?
Eine Patenschaft wird beendet, wenn ein Pate den zweiten ausstehenden Monatsbetrag nicht gezahlt hat. Darüber hinaus kann eine Patenschaft beendet werden, wenn ein Pate die vorgenannten kenianischen Schulen bzw. dem Verein Harambee Kwa Watoto - Gemeinsam für Kinder e.V. allgemein oder sein Ansehen schädigt, oder Unfrieden in den Schulen bzw. dem Verein stiftet. Insbesondere ist die Schädigung der Zusammenarbeit der Paten des Vereins. mit dem Schulleiter in jedem Fall zu vermeiden. Über eine derartige Beendigung entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit.



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